Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Bocholt-Rhede

Schutzpoller am Bocholter Ring?

Thorsten Heckrath-Rose, Chef der Bocholter Fahrradmarke Rose Bikes, will vor der Bundestagswahl die Politik wachrütteln. Er wirbt für mehr Rücksicht auf die Fahrradindustrie. (Artikel BBV 05.02.2025)

   Drei Wochen   vor der Bundestagswahl  fordert  Thorsten   Heckrath-Rose, 
   Geschäftsführer des Bocholter Fahrradherstellers  Rose Bikes   (https://www.bbv- 
   net.de/bocholt/mehr-als-200-millionen-euro-umsatz-rose-bikes-peilt-neuen-rekord- 
   urnsatz-an-w905890-6000076951/),      die Politik auf, eine bessere Fahrradpolitik zu 
   machen.    Denn das  Rad habe sich zu einem wichtigen  Wirtschaftsfaktor in 
   Deutschland  entwickelt, betont er. Das bundesweit  bekannte   Bocholter 
   Unternehmen    wirbt für umfassende  wirtschafts- und verkehrspolitische   Reformen. 
   

Wirtschaftsmotor Fahrrad 
 Die   Fahrradbranche hat ganz besonders   während der    Corona-Pandemie sehr hohe 
   Umsätze  gemacht.    Und Bocholt ist ein zentraler Standort dieser Entwicldung.  Mit 
   Hunderten  von  Arbeitsplätzen  und einer tief verwurzelten Tradition in der 
   Fahrradindustrie ist the Stadt ein Sinnbild für den Erfolg dieses Wirtschaftszweigs. 
   Doch    während immer  wieder über  Infrastrukturmaßnahmen    für den Radverkehr 
   diskutiert wird, bleiben die wirtschaftlichen Aspekte oft unbeachtet, beklagt   Heckrath-      Rose.

    „Viele denken beim Thema  Radpolitik nur an Wege  und Ampeln.  Doch das Fahrrad 
    ist längst ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit immensem Potenzial für neue 
    Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum", betont der Geschäftsführer von Rose 
    Bikes. Gerade in Bocholt, wo die Firma nicht nur produziere, sondern auch 
    Innovationen vorantreibe, werde eine Politik benötigt, die diesen Faktor stärker 
    berücksichtige. 


    Weniger Bürokratie

    Ein zentraler Punkt in den Forderungen von Rose Bikes ist die Entbürokratisierung 
    der Planungsprozesse. Kommunen   wie Bocholt, die „über erfahrene Stadtplaner wie 
    Jan Diesfeld verfügen", sollen mehr Handlungsspielraum erhalten, so Heckrath 
    Rose. „Wir haben hier in Bocholt bereits Fachleute mit exzellentem Know-how - 
    aber oft werden sinnvolle Projekte durch langwierige Genehmigungsverfahren 
    blockiert. Mehr Freiheiten für Kommunen   könnten die Umsetzungsgeschwindigkeit 
    enorm erhöhen", so Heckrath-Rose. 
    Ein weiteres Problem sieht er in der mangelnden Testbarkeit neuer 
    Verkehrslösungen. „Warum nicht in  kleinem Rahmen  ausprobieren? Schutzpoller 
    auf dem Bocholter Ring oder modernisierte Teilabschnitte von Radwegen  wären ein 
    guter Anfang, um  mehr Akzeptanz zu  schaffen", schlägt er vor. Gleichzeitig fordert 
    er mehr Kontrollen in bestehenden Fahrradstraßen. „Es kann nicht sein, dass 
    Radfahrer, selbst vor Schulen, immer noch an den Rand gedrängt werden."

    Neben  der Infrastruktur stellt Rose Bikes das Fahrrad als Wirtschaftsfaktor in den 
    Fokus. Der Geschäftsführer argumentiert, dass mehr Platz für Radfahrer im Verkehr 
    und  höhere Zuschüsse in diesem Bereich nicht nur the Mobilitätswende 
    voranbringen, sondern auch die heimische Industrie stärken würden. "Das Fahrrad 
    trägt messbar zur Erreichung der Klimaziele bei - und sichert gleichzeitig 
    Arbeitsplätze. Wenn die Politik die richtigen Anreize setzt, könnten noch mehr 
    Unternehmen  in Deutschland  investieren", so Heckrath-Rose. Die Firma beschäftigt 
    rund  500 Mitarbeiter und meldete im  vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 
    190 Millionen Euro. 
    Aktuell sidled die Fahrradwirtschaft bundesweit rund 500.000 Arbeitsplätze, 
    Tendenz steigend. Die Forderung des Radherstellers: Eine Kombination aus 
    wirtschaftlicher Förderung und verkehrspolitischen Reformen. „Wir müssen weg 
    von der kleinteiligen Betrachtung und das Fahrrad als zentrale Säule der deutschen 
    Industriepolitik sehen", betont der Rose-Bikes-Geschäftsführer. 
    Jetzt sei die Zeit für mutige Entscheidungen. Wer den Wirtschaftsstandort 
    Deutschland  stärken will, dürfe das Fahrrad nicht länger übersehen, so Heckrath- 
    Rose. 
    Bocholt hat in den vergangenen Jahren mehrere  Auszeichnungen für seine 
    Fahrradfreundlichkeit erhalten. Die Stadt wurde mehrfach beim ADFC- 
    Fahrradldima-Test zur fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands in der Kategorie 
    der Mittelstädte (50.000 bis 100.000 Einwohner) gekürt.

(Veröffentlichung des Textes mit freundlicher Genehmigung des BBV (Herrn Prinz))
 

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